Interview mit Neuzugang Hendrik Jaekel
Ramón Bade, 29.12.2014
Der verlorene Sohn kehrt zurück. Sein Onkel ist seit Jahren im Vorstand von Ragow und das Haus seiner Eltern ist direkt neben dem Mittenwalder Sportplatz. Er spielte in der Jugend komplett in Mittenwalde und auch in seinen ersten Männerjahren. Am 01.01.2014 wechselte er allerdings nach Bestensee. Nun kehrt er zurück, Hendrik Jaekel.
Wir wollten jetzt von "Henne" wissen, warum er sich der Spielgemeinschaft anschließt.
1. Warum bist du damals von Mittenwalde nach Bestensee gewechselt?
Henne: Es war eine sehr schwere Entscheidung für mich gewesen, weil ich 16 Jahre für diesen Verein gespielt hatte und dann auch noch meine Jugendmannschaft zurücklassen musste, die ich sehr gerne trainiert und geleitet habe. Der Hauptgrund war damals, erstens die sportliche Situation und zweitens, dass es in Mittenwalde und Ragow so einfach nicht mehr weiter ging. Ich war 22 Jahre alt und gemeinsam mit Chris Schulz Spielertrainer der 2. Männermannschaft und nebenbei auch noch Trainer der Jugend. Das wurde mir dann alles zu viel und es hat dann alles kein Spaß mehr gemacht. Ich wollte ja eigentlich noch selber was dazu lernen, anstatt den 2 Männern erklären zu müssen, wie man Fußball spielt.
2. Du wohnst in Wildau, da wäre doch ein Wechsel zu „Phönix“ sicherlich die einfachere Wahl gewesen, wieso wechselst du dennoch zur Spielgemeinschaft?
Henne: Wildau stand für mich nie zur Debatte, weil ich immer gesagt habe, ich komme zurück. In Mittenwalde bin ich groß geworden und hier habe ich das Fußballspielen erlernt. Es ist und bleibt meine Heimat. Ich liebe einfach diese Stadt und diese Region.
3. Warum kommst du nach zwölf durchaus erfolgreichen Monaten (u.a. mehrere Spiele in der Landesklasse) in Bestensee zurück und schließt dich dem neuen Projekt der Spielgemeinschaft an?
Henne: In Bestensee habe ich sehr viel dazu gelernt und auch viele neue Freundschaften geschlossen, aber eines hat mir immer gefehlt und das war das familiäre Umfeld in Mittenwalde. Als ich dann von der Spielgemeinschaft gehört habe, war ich schon sehr angetan. Allerdings wollte ich mir zunächst anschauen, wie sich das in den ersten Monaten entwickelt. Denn eines darf man nicht vergessen, die Vereine haben sich nicht gerade geliebt und mein Onkel (Martin Müssigbrodt) war auch nicht gerade gern auf dem Mittenwalder Sportplatz gesehen. Was immer alle behauptet haben, stimmte nie. Er wollte mich nie abwerben, eher das Gegenteil war der Fall. Er hat immer verstanden, warum ich Mittenwalde liebe und als ich ihm von meinem anstehenden Wechsel erzählt habe, hat er mich gefragt, ob ich spinne *lacht*.
4. Was erhoffst du dir von deinem Wechsel zur Spielgemeinschaft?
Henne: Ich wollte einfach wieder zurück in meine Heimat und Teil dieser großen Spielgemeinschaft werden. Aber, wenn meine Nummer 12 noch frei ist, wäre das wunderbar.
5. Welche Erwartungen bringst du mit?
Henne: Ich erwarte noch Garnichts, denn eine Spielgemeinschaft braucht Zeit. Ich bin mir aber sicher, dass diese Spielgemeinschaft auf Dauer noch viel erreichen wird.
6. Worauf freust du dich am meisten?
Henne: Endlich für die Spielgemeinschaft zu spielen! Ich habe immer gesagt, dass es einfach der Hammer wäre, wenn Ragow und Mittenwalde zusammen kommen. Natürlich freue ich mich auch darauf, gemeinsam mit meinem Onkel nach dem Spiel ein kleines Bier zu trinken.
7. In welcher Mannschaft siehst du dich?
Henne: Ich lege mich da nicht fest, das habe ich auch nie in Bestensee und Mittenwalde gemacht. Ich trainiere einfach und versuche stets mein Bestes zu geben und da wo ich gebraucht werde, spiele ich, egal ob 1.2. oder 3. Männermannschaft. Mein Ziel wird es aber sein, in der Ersten zu spielen.
Wir wünschen „Henne“ für sein Vorhaben alles Gute und freuen uns darauf, ihn in der Rückrunde beim Jubeln sehen zu können.
